Chief Muritala Awolola als Diversity-Persönlichkeit geehrt
Neben Leitprojekten wie dem Wolfgang-Ritter-Preis und den Bremer Universitätsgesprächen engagiert sich die Stiftung in ausgewählten Partnerschaften die Wissenschaft mit gesellschaftlicher Wirkung verbinden – darunter jene mit der Hochschule Bremen. In diesem Zusammenhang unterstützt sie den Bremer Diversity Preis, der im vergangenen Jahr zum fünfzehnten Mal verliehen wurde. Die Auszeichnung ehrt Personen und Organisationen, die sich für gleiche Teilhabe und gegen Diskriminierung einsetzen. Organisiert wird die Veranstaltung vom Zentrum für Interkulturelles Management & Diversity (ZIM) der Hochschule Bremen (HSB) in enger Kooperation mit der Trägergemeinschaft. Die Wolfgang-Ritter-Stiftung fördert den Preis und stärkt damit ein Projekt, das Vielfalt und Teilhabe als gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Vorteil sichtbar macht. Diese Aspekte gelten als zentrale Erfolgsfaktoren für eine moderne, zukunftsfähige Wirtschaft und Gesellschaft.
Vorbild für gesellschaftliche Teilhabe und Integration

Im Rahmen der Veranstaltung wird auch die „Diversity-Persönlichkeit“ des Jahres ausgezeichnet. Diese Ehrung geht an Menschen aus dem Land Bremen, die durch ihr Engagement eine Vorbildrolle einnehmen und gesellschaftliche Brücken bauen. 2025 erhielt Chief Muritala Awolola diese Auszeichnung. 1957 in Nigeria geboren, lebt er seit 1988 in Bremen. Seit über zwei Jahrzehnten engagiert sich der Gabelstaplerfahrer und Kommissionär für Menschen afrikanischer Herkunft, insbesondere für jene, die ausgegrenzt werden.
Chief Awolola legt besonderen Wert auf gewaltfreie Konfliktlösungen und konzentriert sich auf afrikanische Jugendliche mit Fluchterfahrung. Durch Freizeitangebote und Deutschunterricht bietet er ihnen gezielte Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe und Integration. Als Gründer und Vorsitzender des Pan-Afrikanischen Kulturvereins Bremen, des African Football Cup und des African Football Cup für Frauen baut er Hürden für Begegnungen ab und bringt Menschen mit afrikanischen Wurzeln zusammen. Die Sportveranstaltungen motivieren zudem zu ehrenamtlicher Tätigkeit und zur Übernahme von Verantwortung. Und er engagiert sich nicht nur in der Hansestadt: 2010 gründete er in Nigeria das Mädchenfußballteam Moje Queen, um junge Frauen in ihrer Selbstständigkeit zu stärken. 2019 organisierte er den Mandela Cup für Jugendliche aller Nationen.
Engagement, das viele erreicht
„Chief Muritala Awolola ist ein Vorbild für gelungene Inklusion, Empowerment und respektvolles Miteinander“, so das Urteil der Preisjury. „Sein nachhaltiges Engagement macht ihn zu einer herausragenden Diversity-Persönlichkeit.“ Mit seinem Kulturverein erreicht er eine Zielgruppe, die in Bremen kaum eine Lobby hat, darunter auch Menschen ohne akademischen Hintergrund, die bei den Fußballturnieren eingebunden werden. Chief Muritala Awolola motiviert Erwachsene, Jugendliche und Kinder, miteinander in Dialog zu treten und Konflikte gewaltfrei zu lösen. Damit steht er für ein Engagement, das kulturelle Begegnung, Community-Building und Sichtbarkeit afrikanischer Perspektiven in Bremen stärkt.
Für die Zukunft wünscht sich Chief Muritala Awolola vor allem eines: „Zusammenleben, Frieden und keine Diskriminierung“. Sein Engagement lässt sich als gelebtes Beispiel für die Idee der Wolfgang-Ritter-Stiftung verstehen: Bessere Ideen für gemeinsamen Fortschritt.































































