25. November 2020

Wolfgang-Ritter-Preis 2020: Crowdfunding als Innovationstreiber

Zum 35. Mal wurde im Oktober 2020 der Wolfgang-Ritter-Preis verliehen. Ausgezeichnet wurden herausragende wirtschaftswissenschaftliche Arbeiten. Drei Dissertationen geben neue Antworten auf unternehmerische Grundfragen: Finanzierung, Vertrieb und Marketing.

Für seine herausragende empirische Studie über Crowdfunding als neue Form der Gründungsfinanzierung hat Daniel Blaseg am 29. Oktober 2020 den mit 10.000 Euro dotierten Wolfgang-Ritter-Preis 2020 gewonnen. Der Assistenzprofessor an der ESADE Business School in Barcelona zeigt in seiner Arbeit, wie die gemeinschaftliche Unternehmensfinanzierung trotz einiger Misserfolge das Innovationsgeschehen belebt: Sie hat sozial wie ökonomisch großes Potenzial. Blaseg hat 2020 zudem den ersten Preis des Roman Herzog Institutes gewonnen, das seine Arbeit in einem Video erläutert hat.

Zwei weitere Preisträger sind Roland Kassemeier, Postdoktorand der Ruhr-Universität Bochum, und Thomas Scholdra, Absolvent der Universität Bremen und Habilitand in Köln. Ihre Dissertationen wurden mit jeweils 5.000 Euro ausgezeichnet. Kassemeier hat untersucht, wie Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Kunden effizienter und effektiver erfüllen können. Scholdra ist der Frage nachgegangen, welchen Einfluss Konjunkturzyklen auf das Verhalten von Konsumenten im Internet haben.

Professor Dr. Jochen Zimmermann bei der Preisverleihung im Atlantic Grand Hotel, Bremen Foto: Frank Pusch

Die Laudatio hielt Professor Dr. Jochen Zimmermann, der Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft der Universität  Bremen. Die Arbeiten „dienen in ganz vorzüglicher Weise dazu, Unternehmen Handlungsalternativen vorzuschlagen, um im unternehmerischen Wettbewerb zu bestehen“, sagte er. Der Wettbewerb sei ein ganz zentraler Bestandteil der sozialen Marktwirtschaft, die der Wolfgang-Ritter-Preis fördern will. „Gerade in dieser Zeit, in der staatliches Handeln marktliche Prozesse zu überschatten droht, ist es besonders wichtig, sich immer wieder der segensreichen Wirkung von Markt und Wettbewerb zu versichern.“ Corona-bedingt fand die Preisverleihung nicht wie traditionell im Frühjahr mit vielen Gästen im Bremer Rathaus statt, sondern in kleinem Rahmen.

Die Preisträger sind wertvolle Multiplikatoren. „Als Botschafter für diesen Standort spielen die Träger des Wolfgang-Ritter-Preises eine ganz besondere Rolle und erhöhen die Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Bremens“, sagt Stiftungsvorstand Professor Helge Bernd von Ahsen.

Der unternehmerische Wettbewerb ist ein ganz zentraler Bestandteil der sozialen Marktwitschaft,
deren Förderung das Anliegen des Wolfgang-Ritter-Preises ist.

Jochen Zimmermann

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