26. November 2022

Stadtentwicklung – Wo entstehen lebenswerte, spannende Orte?

Das Thema

Leere Ladenlokale, Online Shopping Boom. Dazu neue Arbeitsformen wie Remote Work und Herausforderungen sozialer Teilhabe und Klimawandel. Durch den damit einer hergehenden Bedeutungsverlust des Stadtkerns verliert die Stadt zunehmend ihren Mittelpunkt. Gleichzeitig sind es gerade die Ränder, an denen in jüngerer Zeit urbane, lebenswerte und spannende Orte mit neuen zentralen Funktionen entstanden sind. 

Chance und Herausforderung für Stadtentwicklung: Das neue Spannungsfeld zwischen alten Stadtzentren, städtebaulichen und sozialen Herausforderungen und Impulsen aus den Rändern, den „Peripherien“ bietet viel kreativen Gestaltungsraum für Stadtentwicklung und die wissenschaftliche Begegnung.

Die Veranstaltung und ihre Perspektiven

Die Universität Bremen mit Prof. Julia Lossau und Ivo Mossig sind Impulsgeber und wissenschaftliche Initiatoren der 34. Universitätsgespräche: Vom 17.-18. Noveber 2022 wurde das Thema Stadtentwicklung „neue Peripherien, neue Zentren“ interdisziplinär, kreativ realisiert – mit führenden Wissenschaftlern, spannenden Impulsvorträgen, Worksessions und vielem mehr.

Zum Auftakt gab’s von Barbara Holub, Künstlerin, Wissenschaftlerin und Urbanismus Akteurin aus Wien kreative Impulse zum Thema Direkter Urbanismus. Anhand von Projekten in Valetta/Malta, Graz und der Kulturhauptstadt 2025 Chemnitz wurde erlebbar: Stadtentwicklung braucht mehr denn je Moderation, Vernetzung der Protagonisten aus Verwaltung, Gesellschaft, Wirtschaft. Künstlerische Aktionen des direkten Urbanismus sind hierfür Katalysator. Dies unterstützt kreative Teilhabe ganz unterschiedlicher Gruppen einer Stadt.

In der Klausurtagung am 18. November wurden zahlreiche Akteure aus Wissenschaft und Stadtentwicklung aus ganz Deutschland in Bremen eingebunden – um Stadtentwicklung weiter zu denken: Mehr soziale Teilhabe, nachhaltiges Wirtschaften und lebenswertes Miteinander. Weitere Informationen und Ergebnisse der 34. Bremer Universitätsgesprächen gibt es auf der Informationsseite der Universität Bremen.

Das Programm im Detail

Donnerstag, 17. November, 
Öffentlicher Auftakt im Lichthaus Bremen
18:00 – 20:00 Uhr
Begrüßung: Alexander Witte, Vorstand der Wolfgang-Ritter-Stiftung
Einführung: Prof. Dr. Julia Lossau und Prof. Ivo Mossig (Universität Bremen)
Eröffnungsvortrag: Barbara Holub (Wien)

Freitag, 18. November
Tagung im Atlantic Grand Hotel Bremen
9:00 – 17:00 Uhr
Drei Sessions
1. Zentren, Peripherien, Materialitäten
2. Die Stadt als Sozialraum denken
3. Städtischen Wandel gestalten
Anschließend transdisziplinäre Worksessions

Eine audio-visuelle Zusammenfassung der Tagung und ihrer Ergebnisse gibt es unter folgendem Link.

Foto: Unsplash

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