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27. Bremer Universitäts-Gespräche
2014

Die Zukunft der Produktion

Am 13. und 14. November 2014

 

Wissenschaftliche Koordination:

Prof. Dr.-Ing. habil. Dr.-Ing. E. h. Ekkard Brinksmeier und Prof. Dr.-Ing. Matthias Busse (Universität Bremen)

 

     
 

Zum Thema im Jahr 2014

Die industrielle Produktion in Deutschland steht für Innovationskraft, Wohlstand und Beschäftigung. Produktion schafft Arbeitsplätze, auch in indirekten Dienstleistungsbereichen. Damit ist Deutschland der Motor der europäischen Wirtschaft und nimmt auch mit der politisch beschlossenen Hightech-Strategie eine Vorreiterrolle der Industrienationen weltweit ein.

 

Die industrielle Produktion war schon immer einem stetigen Wandel unterzogen. Dieser folgt zwangsläufig aus technologischen, informationstechnischen und beschäftigungspolitischen Veränderungen. Der Zyklus der stattfindenden und auch notwendigen Veränderungen und Innovationen wird jedoch stetig kürzer. Dazu ändern sich die Produkte und ihre Wege und Orte der Herstellung gegenwärtig sehr schnell. Neuerdings stellt die Informationstechnik ortsunabhängig immer umfangreichere Informationen bereit, die zu intelligenten Produkten, Dienstleistungen und ganz neuen Geschäftsmodellen führen. Es gilt daher, Brücken zu bauen zwischen dem heutigen Erfolgsmodell industrieller Wertschöpfung und den schnell wachsenden Möglichkeiten der Informationstechnik.

 

Kann Deutschland bei diesem absehbaren Wandel auch in Zukunft eine Vorreiterrolle einnehmen? Wie kann die Produktion der Zukunft aussehen, welche Geschäftsmodelle sind denkbar und was bedeutet dieser Wandel für die Menschen, die an der Wertschöpfung beteiligt sind? Kann beispielsweise eine Industrienation, die zu einem bedeutenden Teil von der Automobilindustrie einschließlich ihrer Zulieferfirmen lebt, den prognostizierten Wandel vom Automobil zu Mobilitätslösungen für sich erfolgreich gestalten? Welche Veränderungen kommen auf die Entwicklung und Produktion von morgen zum Beispiel durch additive Fertigungsverfahren zu, bei denen individualisierte Produkte mit kürzesten Produktionszeiten gegen Komponenten aus etablierten Serienverfahren antreten?

 

Fragen, Thesen und Kontrapunkte sollen in den diesjährigen Bremer Universitäts-Gesprächen Impulse zur Diskussion über die Zukunft der Produktion setzen. Dazu sollen mit je zwei Impulsvorträgen von renommierten Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft Standpunkte aufgezeigt werden, die sich folgenden drei Themenfeldern zuordnen:

 

Globalisierung von Produktion und Entwicklung

Immer mehr Produktionsstandorte werden in Niedriglohnländer verlagert bzw. in großem Maßstab dort aufgebaut, wo hohes Marktwachstum der jeweiligen Branchen prognostiziert wird. Werden auch Entwicklungskapazitäten von Unternehmen dezentral an die neuen Produktionsstandorte außerhalb Deutschlands verlegt? Wie ist das Zusammenspiel international verteilter Entwicklungsstandorte und was bedeutet das zukünftig für die Wertschöpfungstiefe und Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen?

 

Individualisierte Produktion und Beherrschung der Komplexität

Die Variantenvielfalt und die in vielen Marktsegmenten vom Kunden geforderte Individualisierung von Produkten treibt die Komplexität in Fertigung und Logistik in die Höhe. Wie sehen hierfür die technischen Lösungen für die Zukunft aus? Können generative Fertigungsverfahren den klassischen Formgebungsverfahren Paroli bieten? Wie entwickeln sich mit steigender Komplexität und individuelleren Kundenwünschen die Stückzahlen und damit die Kosten konkurrierender Fertigungsverfahren?

 

Automobile Produktion im Wandel

Der Wandel in der Mobilität wird in den nächsten 20 Jahren in mehrerlei Hinsicht seinen Lauf nehmen. Langfristig wird die Energie zum Fahren aus regenerativen Quellen kommen und in hocheffizienten elektrischen Antrieben umgesetzt. Der Weg dorthin wird in Mitteleuropa zunächst über hybride Antriebskonzepte, in Schwellenländern schon bald über reine Elektrofahrzeuge führen. Die Umstellung der Zulieferindustrie und der Fahrzeugindustrie auf den elektrischen Antriebsstrang wird tiefgreifende Veränderungen in der Fertigungstechnik nach sich ziehen. Wie wird bzw. kann sich eine solche Umstellung vollziehen? Welche Investitions- und Marktstrategie entwickeln die Unternehmen und wie werden Kundenakzeptanz und politische Weichstellungen den Umschwung im Markt bewegen? Wird eines Tages das Elektrofahrzeug kostengünstiger sein als das konventionelle Fahrzeug? Welche Technologiewechsel in der Fertigungstechnik müssen dazu strategisch eingeleitet werden?

 

Die Bremer Universitäts-Gespräche 2014 wollen diesen und weiteren Fragen nachgehen, die Diskussion dazu entfachen und zu neuen Denkmodellen anregen. In den Pausen sowie in der abschließenden Podiumsdiskussion mit den Referenten haben dann auch alle Teilnehmer der Konferenz die Möglichkeit, aktiv an der Diskussion teilzunehmen und mit den jeweiligen Experten in direkten Kontakt zu kommen.

 

Die Bremer Universitäts-Gespräche 2014 bieten damit allen Teilnehmern, die an strategischen Aspekten zur Zukunft der Produktion interessiert sind, eine gute Gelegenheit zum Austausch, zur Netzwerkbildung und zum Generieren neuer Ansätze und Ideen.

 

Die Veranstalter

Die  Wolfgang-Ritter-Stiftung  wurde 1970 ins Leben gerufen. Sie trägt den Namen des früheren Inhabers der Martin Brinkmann AG und hat sich als gemeinnützige Stiftung privaten Rechts das Ziel gesetzt, die Wissenschaften, ihre Einrichtungen und den akademischen Nachwuchs zu fördern. Mit den  Bremer Universitäts-Gesprächen  eröffnete die Stiftung der Universität ein Forum, Themen und Meinungen in die Öffentlichkeit zu tragen, die weit über den akademischen Alltag hinausgehen.

 

Die  Universität Bremen  bietet heute in 12 Fachbereichen, mit mehr als 80 Studiengängen, etwa 20.000 Studierenden eine zukunftsorientierte Ausbildungsmöglichkeit.

Als Stätte der Forschung mit überregional bedeutsamen Schwerpunkten ist sie attraktiv für junge wie erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die rasante Entwicklung des Technologiepark Universität ist sichtbares Zeichen für den erfolgreichen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.

 

Die  Unifreunde,  Gesellschaft der Freunde der Universität und der International University Bremen e.V. wurde 1961 und damit vor der Universität gegründet. Ihr Ziel ist es, die wissenschaftliche Forschungsarbeit zu unterstützen, vor allem, den Universitätsgedanken zu fördern. Mit ihren Veranstaltungen regt sie den Dialog zwischen der Wissenschaft und der Bevölkerung an.

Teilnahme

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Einladung möglich.

 

Stand November 2014

 

 

 

 

Die vorhergehende Veranstaltung

Die Bremer Universitäts-Gespräche 2013 mit Bildergalerie >>

 

Impressionen

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