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22. Bremer Universitäts-Gespräche
2009

Migration und regionale Entwicklung

Am 19. und 20. November 2009 im Park Hotel Bremen.

 

Schirmherr:

Vural Öger

Europa-Abgeordneter, Vorsitzender des Kuratoriums der Deutsch-Türkischen Stiftung DTS, Geschäftsführer ÖGER TOURS GmbH

 

Wissenschaftliche Koordination:

Prof. Johannes Huinink und Prof. Michael Windzio,

Universität Bremen

 

     
 

Das Thema

Migration und Integration haben als gesellschaftliche Gegenwartsthemen Konjunktur, sowohl in der öffentlichen Diskussion als auch in der wissenschaftlichen Forschung. Die diesjährigen Bremer Universitäts-Gespräche beschäftigen sich mit den unterschiedlichen, jedoch eng miteinander zusammenhängenden Fragen der Zuwanderung von Menschen aus anderen Ländern in die Bundesrepublik sowie den Hoffnungen und Herausforderungen, die damit verbunden sind.

 

I. Sinkende Geburtenziffern und der daraus resultierende Rückgang der Bevölkerungszahlen, so wird argumentiert, führen zu einer interregionalen und internationalen Konkurrenz zwischen Städten und Regionen um Bevölkerung. Ein Bevölkerungsrückgang berge große Risiken für die ökonomische Entwicklung und die Innovationsfähigkeit von Regionen. Damit stellt sich die Frage, wie sich Migrationsströme steuern lassen. Wovon hängen individuelle Migrationsentscheidungen ab und sind sie durch politisch gesetzte Rahmenbedingungen beeinflussbar? Der erste Schwerpunkt der Bremer Universitäts-Gespräche ist daher die Analyse der Ursachen und Folgen von Migrationsentscheidungen und -prozessen bei kleinund großräumigen Wanderungen in Deutschland, Europa und über Europas Grenzen hinweg.

 

II. Die gesellschaftliche Integration von Migrantinnen und Migranten ist ein in der Öffentlichkeit wie in der Forschung durchaus umstrittenes Thema. Man ist sich aber einig, dass die Integration von Migranten der ersten Generation in die Bundesrepublik — also derjenigen, die selber zugezogen sind — und die der folgenden Generationen – also der Kinder der Zugewanderten — nicht als gelöstes Problem angesehen werden kann. Die Benachteiligung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund im Bildungsund Ausbildungssystem, ihre Probleme bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt und die besonders hohe Betroffenheit von Migranten durch Arbeitslosigkeit und Armut sind bekannt. Die Diskussion um die Vorund Nachteile der räumlichen Segregation von Bevölkerungsgruppen in vielen Städten zeigt ebenfalls, dass die Integration keinesfalls abgeschlossen ist. Zudem lassen neue Formen von Migration (Pendelmigration, Transnationale Migration) die Fragen von Integration ausländischer Bevölkerungsgruppen in einem neuen Licht erscheinen. Vor dem Hintergrund des allgemeinen Rückgangs der Bevölkerung beleuchtet der zweite Schwerpunkt der Klausurtagung daher die Frage nach der Integration von Migranten und deren Kindern und Kindeskindern in die sozialen Strukturen unserer Gesellschaft.

 

III. In beiden Schwerpunkten — der Frage der Bevölkerungs-Entwicklung und der Frage der Integration — gilt der Perspektive der Stadtentwicklung besondere Beachtung. Stichworte wie ethnische Ökonomien und sozialräumliche Segregation lenken den Fokus auf Probleme und Herausforderungen, denen sich die Stadtentwicklung gegenüber sieht. Schließlich vollzieht sich die Integration von Migranten in die Sozialstruktur des Aufnahmelandes im Kontext der Gelegenheitsstrukturen von Städten und Gemeinden. Es gilt auch der Frage nachzugehen, welchen Einfluss diese stadtspezifischen Gelegenheitsstrukturen auf die Migrationsmotivation sowie die Standortentscheidungen von Migranten haben und wie sich wiederum die Städte heute dazu verhalten. Diese Perspektive wirft die Frage auf, was Städte und Regionen für Migranten attraktiv macht.

 

Die diesjährigen Bremer Universitäts-Gespräche wollen entgegen der ausschließlich problematisierenden Diskussion in vier Sessions und einer Podiumsdiskussion einen anderen Blick auf das Thema werfen und das Zusammenspiel von Migration und regionaler Entwicklung ausloten.

 

Die Idee

Seit 1988 laden die Wolfgang-Ritter-Stiftung, die Universität Bremen und die Unifreunde zu den Bremer Universitäts-Gesprächen ein. Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie aus gesellschaftlich relevanten Gruppen beleuchten Themen, die für Wissenschaft und Öffentlichkeit gleichermaßen bedeutungsvoll sind. Eine Schriftenreihe der Veranstalter dokumentiert die Gespräche für die Öffentlichkeit.

Die Veranstaltung

Die Veranstaltung beginnt üblicherweise am ersten Donnerstag im November mit einem öffentlichen Festvortrag in der historischen Stadtwaage. Beim anschließenden Empfang der Sparkasse Bremen haben die Klausurgästen Gelegenheit, zum kennen lernen und Gedankenaustausch.

Um den Gesprächen ungestörten Raum zur Vertiefung und für den Exkurs zu gewähren, werden die Gespräche am nächsten Tag in einer Klausuratmosphäre fortgesetzt. Kurze Referate vertiefen die im Festvortrag beleuchteten Themen, strukturierte Diskussionsrunden erörtern Querschnittsfragen und entwerfen Handlungsoptionen.

Ein abschließender Spaziergang durch das historische Bremen und der Besuch des traditionsreichen Ratskellers vermitteln den Gästen einen kleinen Eindruck hanseatischen Lebens.

Die Veranstalter

Die  Wolfgang-Ritter-Stiftung  wurde 1970 ins Leben gerufen. Sie trägt den Namen des früheren Inhabers der Martin Brinkmann AG und hat sich als gemeinnützige Stiftung privaten Rechts das Ziel gesetzt, die Wissenschaften, ihre Einrichtungen und den akademischen Nachwuchs zu fördern. Mit den  Bremer Universitäts-Gesprächen  eröffnete die Stiftung der Universität ein Forum, Themen und Meinungen in die Öffentlichkeit zu tragen, die weit über den akademischen Alltag hinausgehen.

 

Die  Universität Bremen  bietet heute in 12 Fachbereichen, mit mehr als 80 Studiengängen, etwa 20.000 Studierenden eine zukunftsorientierte Ausbildungsmöglichkeit.

Als Stätte der Forschung mit überregional bedeutsamen Schwerpunkten ist sie attraktiv für junge wie erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die rasante Entwicklung des Technologiepark Universität ist sichtbares Zeichen für den erfolgreichen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.

 

Die  Unifreunde,  Gesellschaft der Freunde der Universität und der International University Bremen e.V. wurde 1961 und damit vor der Universität gegründet. Ihr Ziel ist es, die wissenschaftliche Forschungsarbeit zu unterstützen, vor allem, den Universitätsgedanken zu fördern. Mit ihren Veranstaltungen regt sie den Dialog zwischen der Wissenschaft und der Bevölkerung an.

Teilnahme

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Einladung möglich.

 

 

Stand September 2009

 

 

Die 23. Bremer Universitäts-Gespräche in den Medien

Einen Bericht zum Thema „Migration und regionale Entwicklung“ und ein Interview mit Prof. Michael Windzio des Nordwestradios finden Sie auf unserer Seite „Aktuelles“.

 

Impressionen

Durch Anklicken der Bilder erhalten Sie eine vergrößerte Darstellung.

 
 
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