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18. Bremer Universitäts-Gespräche
2005

Die Idee

Seit 1988 laden die Wolfgang-Ritter-Stiftung, die Universität Bremen und die unifreunde zu den Bremer Universitäts-Gesprächen ein. Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie aus gesellschaftlich relevanten Gruppen beleuchten Themen, die für Wissenschaft und Öffentlichkeit gleichermaßen bedeutungsvoll sind. Eine Schriftenreihe der Veranstalter dokumentiert die Gespräche für die Öffentlichkeit.

Die Veranstaltung

Die Veranstaltung beginnt üblicherweise am ersten Donnerstag im November mit einem öffentlichen Festvortrag in der historischen Stadtwaage. Beim anschließenden Empfang der Sparkasse Bremen haben die Klausurgästen Gelegenheit, zum kennen lernen und Gedankenaustausch.

Um den Gesprächen ungestörten Raum zur Vertiefung und für den Exkurs zu gewähren, werden die Gespräche am nächsten Tag in einer Klausuratmosphäre fortgesetzt. Kurze Referate vertiefen die im Festvortrag beleuchteten Themen, strukturierte Diskussionsrunden erörtern Querschnittsfragen und entwerfen Handlungsoptionen.

Ein abschließender Spaziergang durch das historische Bremen und der Besuch des traditionsreichen Ratskellers vermitteln den Gästen einen kleinen Eindruck hanseatischen Lebens.

 

Die Inhalte im Jahr 2005:
Mathematik — eine gesellschaftliche Ressource

Am 17. und 18. November 2005 im Park Hotel Bremen.

 

Schirmherr:

Prof. Dr.-Ing. E.h. Hans-Olaf Henkel, Präsident der Leibnitz-Gemeinschaft, Berlin

Wissenschaftliche Koordination:

Prof. Dr. Hans-Eberhard Porst, Universität Bremen

Mathematik — eine gesellschaftliche Ressource

Mathematik ist schlechthin das Werkzeug, die Sprache der Naturwissenschaften: ohne Mathematik verstünden wir weder die Brown’sche Molekularbewegung noch die Eigenschaften von Kristallen, weder quantenphysikalische noch relativistische Effekte; dies ist wohlbekannt. Doch sind mathematische Methoden heute in weit umfassenderem Maße die Grundlage moderner Technologie — wenn auch häufig im Verborgenen: fehlertolerante CDs, Mobilfunk, Computertomographie sind ohne Mathematik genauso wenig vorstellbar wie Suchmaschinen im Internet, E-Banking und moderne Logistik. Mathematik erst macht Kosten sparende Simulationen in Wirtschaft und Technik möglich und ermöglicht die aufregenden Spezialeffekte der Filmindustrie. Die Entwicklung der leistungsfähigen Chips und Schaltkreise unserer Computer, die wiederum diese direkten Anwendungen ermöglichen, wäre ebenfalls ohne Mathematik nicht möglich.

 

Es ist dabei kein Zufall, dass die Mathematik der Brown’schen Molekularbewegung dieselbe ist, die man zur Abschätzung von Schwankungen auf Finanzmärkten nutzt, sondern es ist vielmehr Ausdruck der immanenten Universalität von Mathematik.

„Hochtechnologie ist mathematische Technologie”, formulierte es eine Enquete-Kommission der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften.

 

Mathematik ist eine über Jahrtausende gewachsene Ressource der menschlichen Kultur und heute lebendiger denn je. Sie ist das Produkt der menschlichen Phantasie, des menschlichen Geistes, ebenso wie Kunst und Philosophie. Sie gibt nicht das Sichtbare wieder — wie nach Paul Klee auch die Kunst — sondern erschließt uns in beeindruckender Weise, gleichsam als „geistiges Auge”, insbesondere Bereiche außerhalb unserer alltäglichen Erfahrung.

Über ihre technologische Anwendbarkeit und ihre Funktion als Sprache der Naturwissenschaften hinaus beansprucht die Mathematik zu Recht auch einen anerkannten Platz in unseren Kulturleistungen. Wenn es eine Brücke zwischen den Kulturen gibt, ist es die Mathematik.

 

Keine Gesellschaft kann den Umgang mit einer so wichtigen Ressource nur den Experten überlassen. Vielmehr ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der „geistigen Ressource” Mathematik erforderlich. Insofern ist der oft zu hörenden Satz „Von Mathematik verstehe ich nichts!” inakzeptabel. Das Bremer Universitäts-Gespräch 2005 wird interessante Facetten und die Bedeutung der Mathematik beleuchten, um sie in ihrer ganzen Breite ins Bewusstsein zu bringen, denn: „Mathematik ist nicht alles, aber ohne Mathematik ist alles nichts” (H.-O. Henkel).

Die Veranstalter

Die  Wolfgang-Ritter-Stiftung  wurde 1970 ins Leben gerufen. Sie trägt den Namen des früheren Inhabers der Martin Brinkmann AG und hat sich als gemeinnützige Stiftung privaten Rechts das Ziel gesetzt, die Wissenschaften, ihre Einrichtungen und den akademischen Nachwuchs zu fördern. Mit den  Bremer Universitäts-Gesprächen  eröffnete die Stiftung der Universität ein Forum, Themen und Meinungen in die Öffentlichkeit zu tragen, die weit über den akademischen Alltag hinausgehen.

 

Die  Universität Bremen  bietet heute in 12 Fachbereichen, mit mehr als 80 Studiengängen, etwa 20.000 Studierenden eine zukunftsorientierte Ausbildungsmöglichkeit.

Als Stätte der Forschung mit überregional bedeutsamen Schwerpunkten ist sie attraktiv für junge wie erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die rasante Entwicklung des Technologiepark Universität ist sichtbares Zeichen für den erfolgreichen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.

 

Die  Unifreunde,  Gesellschaft der Freunde der Universität und der International University Bremen e.V. wurde 1961 und damit vor der Universität gegründet. Ihr Ziel ist es, die wissenschaftliche Forschungsarbeit zu unterstützen, vor allem, den Universitätsgedanken zu fördern. Mit ihren Veranstaltungen regt sie den Dialog zwischen der Wissenschaft und der Bevölkerung an.

Teilnahme

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Einladung möglich.

 

 

Stand 30. Juni 2005

     
 
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